24.7.13

Schnell niedergeschrieben

Als kleiner Nachschlag zu den heurigen "Geburtstagsgedichten"
  1. Juli 2013
Tropfen im Wasserfall

Leben, ständiges Sterben und Erblühen
In Girlanden von Tagen
Leben, ständiges Bemühen
Des Herzens zu schlagen
Leben, nur ein Witz
Unter unzähligen Sternen
Von Gedankenblitz zu Gedankenblitz
Ein ständiges Lernen und Fragen
Leben, überall, nie stehen geblieben
Ein Tropfen im Wasserfall
Unser Leben und Lieben
Und davon der Widerhall
Schnell niedergeschrieben

Juli-Aquarell

Betrachten, aus dem Schutz des Schattens
Licht- und Schattenspiel der Wellen
Dahinter, gegenüber, auf dem sonnenhellen
Damm, die Sonnenstrahlen, die im Gras zerschellen
Es klingt wie Glas, als würden Mittagsglastkapellen
Gar nicht stramm, herausposaunen Zitronengelb
Und Messinggrün und Kobaltblau, die dann zerfließen
In den Wasserwiesen, Verglühen, als Sommerfarben
Wie in Aquarellen

Du hörst die U-Bahn wie Metall vorüberrauschen
Zu irgendwelchen Höllenstadtparadiesen
Und Kinderschreie hüpfen übers Wasser
Ein lauer Wind bewegt die Blätter und würde den Mädchen
Sacht, im Sommerwetter unbedacht, unter die Röcke schlüpfen
Doch die bedeckt kein Fädchen, die sind nackt, so kann er bloß die Segel
Der Uferbaumarmada und die Federn eines Schwanes bauschen
Und, gegen jede Regel, den kleinen, weißen Schmetterling
Zum Torkeln bringen

Ich liege entrückt inmitten dieses schönen Bildes
Und ein Gedicht beginnt, ein leises, wildes, beglückt
In mir zu singen. Auf eine ganz gewisse Art und Weise
Muss ich Gedanken, Bilder und Gefühle
In Worte fassen die dann auf den weißen Seiten
Meines Büchleins singen
Auf dass sie mich auf meinen weiten Reisen
Des Lebens alle Zeit begleiten
Wie zarte Dampflokomotiven, die
Ohne Geleise, Abfahrt, Weg und Ziel, die Reise
Verschliefen und so, ganz zart und wolkig
In der Fantasie fast nie entgleisen

Sonne im Zenith

Sonne im Zenith
Des Lebens Mitte überschritten
Soeben in das kühle Nass geglitten
Und immer noch geschieht
Zeitloses Wunder des Genießens
Gefühl der Lust, des Schwebens
Und des Fließens und immer noch
Das Herz in meiner Brust im Takt
Des Universums schlagen hören
Sich von banaler Wunderwelt
Betören lassen, dem Moment ergeben
Jenseits von Raum und Zeit
Ins Wundervolle fassen
In meiner Welt und Wirklichkeit
Ganz einfach leben

Mir „schwant“...

Fünf Schwäne gondeln weiß an mir vorbei
Im grünen Wasser des Entlastungsgerinnes
Ich halte Ausschau nach der Lorelei
Als untrügliches Zeichen eines Neubeginnes

Ich nehme an, was es auch sei
Ich nehme die, die sagt: Hallo, ich bin es
Ich nähme selbst Altweibersommers fadenscheiniges Gold
Und sagte nur: Willkommen, sei mir hold
Ich nehm es und verspinn`es

Und wäre es zu Tinnef.

22.7.13

Starke Gefühle


Berauschend duftet
Regennachmittagsblume
Nach Junihaut


Rast und Ruh 2

Himmel blau, Bäume grün
Und in der Wiese die Gänseblümchen blüh`n
Sand unter den Fingern, Sonne auf der Haut
Insektengesurre, Vögel pfeifen
Unterm Dach hat sich einer ein Nest gebaut
Langsam verwehende Wolkenstreifen
Alles verwittert, stirbt, lebt, unverbittert
In dieses Bild eingesponnen - Du
Das unbesonnen die Ewigkeit webt
Zu Rast und Ruh


Votivpark - Gezipark

Dieselbe Sonne überall auf der Erde
Derselbe Zorn überall auf der Erde
Auf dieser kleinen Erde
Diese Rosine, die uns alle ernähren kann
Wenn wir sie nur teilen

Im Teig unserer Liebe ist sie die Würze
Und all ihre Süße ist eingeschrumpelt in ihr
Üppige Weintrauben, Früchte in allen Farben und Düften
Wir brauchen sie nur mit unseren Tränen zu benetzen
Und die Rosine wächst zu einem Rosinenbaum
Unter der Milchstraße und nährt uns alle

Die Erde unter mir, in diesem Votivpark
In Wien, ist warm von der Sonne und bebt
Von unseren schlagenden Herzen
Nach dem Rhythmus der Solidaritätslieder
Sie ist dieselbe Erde, wie die im Gezi-Park
Am Taksimplatz in Istanbul
Sie birgt unsere Wurzeln und bringt uns
Nicht dazu unsere Flügel zu entfalten
Und zu träumen von einer wunderbaren
Befreiten Erde, voll Wasser und Brot und Rosinenkuchen
Und brennenden Küssen und lachenden, satten Kindern

Nazim Hikmet, Pablo Neruda, Mikis Theodorakis
Viktor Jara und soviele andere Revolutionäre
Und Dichter und Sänger der Revolution, sitzen und liegen
Neben uns im Gras dieser Welt und singen mit uns
Und mit allen Verschwundenen, die diese Erde
Mit ihren Träumen und Hoffnungen düngten.

Die Mörder der Freiheit können uns nicht verbittern
Ihre geschmacklose, kurzatmige Gier wird verblasen
Ins All des Vergessens – Sternenmüll
Wir, das lebendige Volk der aufrechten Menschen
Sind das Salz dieser Erde

Ach, wenn nur der Vogel Freiheit daherkäme
Und sie aufpickte, die blaue Perle unserer Rosinenerde
Und sie mitnähme in die Weite unserer Sehnsucht
Nach liebender Freiheit


Tag, von Großmutter geweiht

Großmutter ist mir erschienen
Nach einem Besuch bei einer alten Dame
In einem alten Gemeindebau im 19. Bezirk
Der Geruch der kleinen Wohnung
Der schöne Balkonblick auf die Bäume
Die Kletterrose im Stiegenhausfenster

Plötzlich warst du da, Großmutter
Mit deinen Einmeterfünfzig
Und deinem schnellen, trippelnden Gang
Deine Liebe lebt immer noch in mir
Eure Liebe und deine Vitalität

Du sahst mir prüfend in die Augen
Blitzende Augen hattest du, schelmische Augen
An diesem strahlenden Junimorgen
War ich plötzlich wieder der kleine Bub im Garten
Und die Zeit, so es sie gibt, war stehen geblieben
Mit all ihren Düften und Lüften, Gräsern und Blättern
Und wolkenlosem Himmel

Plötzlich war mein Herz leicht und weit
Und lachend und wieder jung
Danke, Großmutter, für das Malzbonbon
Und das Wort „Hundsfuada“
Das auf irgend eine seltsame Weise
In meinen Ohren tönte

Das sagtest du manchmal, liebevoll strafend
Zu deinem krummbeinigen Dackelschäfer
Der dich die letzten Jahre begleitete
Wenn der sich irgendwie „daneben“ benommen hatte
„Hundsfuada“

Ich habe dich umarmt, dir die Wangen geküsst
Und Tränen sind in meinen Augen aufgestiegen
Aber nicht zu Boden gefallen
Danke, Großmutter, dass du mir diesen Tag
So unerwartet geweiht hast


4500 Selbstmorde seit Beginn der Krise in Griechenland


 
Bei Irene
vor dem Besuch der alten Dame

Wilder Wein im Sonnenschein
Blaue Schatten in den Zwischenräumen
Grüne Wand lädt ein zum Träumen
Katzen und Ruhe
Eine alte Liebe
Zeit läuft durch Siebe
Ganz ohne Schuhe

Im Sommer wirkt alles viel aufgeräumter
Bunter, wacher und zugleich verträumter
Das kommt vom Licht
Das zu uns in allen Farben spricht
Im Dur der Kontur
Viel klarer zeigt die Welt ihr Gesicht
Im Sommer nur


Besuch beim alten Dürrenmatt

Nicht tot bist du
Die Welt ist tot
Du lebst
Die alte Dame besucht die Welt
Und die Welt mordet
Mordet, bis kein Blut mehr herausspritzt
Aus der Menschheit Ill
Der kranken Menschheit
Die ihre Seele verraten hat...
Und wie du lebst
Dürrenmatt


Starkes Gefühl

Lau-laute Wirklichkeit
Die aus den Steinen schweigt und aus den Sternen singt
Wenn sie dem Nichts der Nacht entsteigt
Und uns um Schlaf und ruhiges Leben bringt

Starkes Gefühl

Alles läuft aus der Bahn, nichts ist so wie es scheint
Und alle Sicherheit ist Wahn und alles Wissen ist Verlogenheit
Wir haben uns ein Nest in Angst gebaut
Und halten uns an allem fest, was fest ausschaut
Und alles Kleine, Schwache, Weiche halten wir uns fern
Wir tun alles, doch wir tuns nicht gern

Starkes Gefühl

Wir funktionieren einwandfrei und ohne Fragen
Wenn wir vermeintlich leben und doch nur die Haut
Zu Markte tragen
Doch einmal kommt, so abgekämpft wir seien
Mitten im August, ganz unbewusst die Lust
Und lässt uns Freiheit schreien
Und Liebe und Verstehen und Verzeihen


Für gewöhnlich fühle ich sie nicht...

Dunkelgrünwasser
Goldsmaragdgrünes Schilfrohr
Des Abends Seele

Dunkelgrüne Wasserruhe, goldsmaragdgrün leuchtendes Schilfrohr. Der Abend öffnet weit seine Truhe, um uns seine Schätze zu zeigen und wie getriebenes Kupfer schimmert das Gewässer.

Ich schwimme in diesem Augenblick wie in einem Bläschen der Ewigkeit, wie ein Insekt in einem Harztropfen. Im Gegensatz zu Bernstein zerplatzt mein Abendaugenblicksbläschen sogleich und gibt mich wieder frei und der Endlichkeit preis. Aber ich weiß und fühle ganz tief in mir drin, dass ich soeben ein kleines Teilchen dieser Ewigkeit gewesen war und jetzt immer noch bin. Ich schwimme immer noch drin.

In dieser Sekunde habe ich alle Jahre verspürt, die zu leben mir bisher gegeben waren und auch alle Lieben waren darin kondensiert und die noch ungelebte Liebe sogar. Und die Wolken spielten und die Blätter grünten und die Blumen blühten und die Fische sprangen und die Sonne verglühte und das Abendhimmelmilchblau verblasste allmählich zu Nacht.

Das Leben ist ein Traum aus dem ich manchmal für Bruchteile einer Sekunde erwache und staunend feststelle, dass die Welt immer noch nicht zerfällt, immer noch hält was sie verspricht. Ich fühle sie nur so selten, die vergangenen und die kommenden Welten. Für gewöhnlich fühle ich sie nicht.


Utopie oder Tod

Wenn die Gegenwart immer unerträglicher wird und damit verbunden, das Ohnmachtsgefühl, wenn die Perspektiven und die Hoffnung auf Besserung schwinden und sich die Zukunftsaussichten und die Lebenswirklichkeiten immer mehr verengen, scheinen oft nur mehr diese beiden Alternativen zu bleiben. Und dort wo, wie aktuell in Griechenland und anderen von der Wirtschaftskrise verarmten und ausgegrenzten und massiv mit Schuld und Schulden belasteten Ländern Politik und Zivilgesellschaft keine oder zu wenige gangbaren Auswege in realistische Utopien zu zeigen imstande sind, bleibt den durch psychische Störungen ohnehin weniger resilienten Individuen oft nur mehr der Akt des mehr oder weniger rebellischen Suizids, der in jedem Fall von kundigen Hellhörigen als Akt des ultimativen Hilfeschreis, des Protests, des Widerstandes, der Auflehnung und Empörung verstanden werden sollte.

Tod

Die aktuelle globale kapitalistische Spar- Finanz- und Wirtschaftspolitik, die auf Ausbeutung des Menschen und Raubbau an der Natur  gründet, die Lebensgrundlagen der gesamten Menschheit zerstört und durch extremen Konkurrenzkampf, Krieg und kaum verschleierten Terror die Menschen- und Freiheitsrechte immer mehr einschränkt und immer mehr Menschen aus dem gesellschaftlichen Leben ausschließt und sie zu wertlosen, die Gemeinschaft und Wirtschaft belastenden Elementen und Faktoren degradiert, medial deshumanisiert und auf den Sozialfriedhöfen der erodierten Wohlfahrtssozialstaatlichkeit endlagert und entsorgt.

Realistische Utopie

Ziel der gesellschaftlichen, globalen Integration ist letztlich die Inklusion, Ermunterung zur Selbstermächtigung, Vertrauen schaffen, Hilfe zur Selbsthilfe, Mitmenschen wahr nehmen und selbst wahr genommen werden. Aufbau von Commons und kooperativen, vernetzten Lebens- und Produktionsgemeinschaften, die Sinnvolles und Lebensnotwendiges produzieren, durch direkte Wertschöpfung, regionale, austauschorientierte Vermarktung, unter Ausschaltung des oft parasitären Zwischenhandels (Fairwirtschaften, Fairhandeln), Schaffung von horizontalen, kooperativen, demokratischen, zwischenmenschlichen Kontakten und Zusammenarbeiten zur Erfüllung aller basalen Lebensbedürfnisse und Grundsicherheiten (Wohnen, Bekleidung, Ernährung, gesellschaftliche und kulturelle Teilhabe), unter Einforderung des Grundrechtes auf interessante, schöpferische, sinnvolle und gerecht entschädigte Arbeit, eine interessante und abwechslungsreiche Existenz, die  anerkannt und gefördert wird.


Für den 70er

50 Jahre sing ich jetzt
Hab mir meine Schuhe
Und die Seele abgewetzt
Will nun meine Ruhe

Will nun tun was mir gefällt
Lesen, schreiben, staunen
Bin vergnügt in meiner Welt
Herrscher meiner Launen

Sage was ich sagen will
Denke was ich sage
Manchmal will ich sogar still
Tragen was ich trage



23.5.13

Der Hund zieht weiter...(für George Moustaki)

22. Mai 2013

Zwischen zwei Therapiesitzungen
Die Donau, Da sein, die Liebe und das Wort

Donaugeruch. Lebensgeruch
Fisch und Algen, Kuhflatich, Meer,
Brennesseln, Schilf…
Ein Schiff kommt daher

Die Donau fließt
Das Herz ist mir schwer
Und leicht zugleich, es fließt mit
Und es ist nicht aus Österreich

Da ziehen Zigeuner und flicken die Kessel
Da reiten die Hunnen, da tobt manche Schlacht
Die Donau zieht, aus ewigen Brunnen
Und Quellen gespeist, in grünblauer Pracht

Die Burgen verfallen, Dynastien stürzen
Vergänglich ist alles  - ich und die Zeit
Die Donau fließt wie zum Trotz des Zerfalles
In immer, nie gleicher Flussewigkeit

Und alles wird nichtig, Last trägt sie fort
Die Donau ist mein sicherer Ort
Nur das Da sein ist wichtig
Die Liebe und das Wort


Einfache Einsicht in der Einschicht

Glücklich wer Leistung und Lob
Zu einem fliegenden Teppich wob
Traurig, wer in Angst vor Tadel
Sein Leben abspult im Hamsterradel


George Moustaki

Das ganze Höllenfeuer glimmt in der Glut der Gauloise
wenn er sie in den Mund nimmt, um die Hölle auf Erden zu vergessen
Und alle Bitterkeit der Welt spülte er runter mit einem großen Schluck
Aus dem Rotweinglas und mit Gitarrenklang machte er müde Seelen munter
Lieder und Geschichten hingen in seinem Bart, Mondnächte und Seufzer in seinem Haar
Mit seinen Liedern zauberte er einen goldenen Rand um unsere triste Alltagsgegenwart und in Seiner Musik war eine kleine Freiheit die  Mensch und Mensch verband und wie eine Verheißung klang nach jenem Zauberland „Filotima“ wo alle Kinder satt und alle Meere sauber sind, wo Arbeit Sinn macht und das ist ihr Gewinn und Leben findet gleich und einfach statt. Brel, Brassens, Reggiani, Angelopoulos, Sarah Kirsch, Moustaki …wo sind die alle hin? Sie hattens eilig, konnten es nicht erwarten, dass wie ein Kartenhaus der schöne, kalte Schein  der besten aller Welten, Gier, Prahlerei, Konsum und Wachstum grenzenlos, in sich zusammenfällt und Macht Platz macht einem großen, stillen Garten, in dem man spielt, sich liebt, gemeinsam Haus und Hof bestellt und jeder Mensch was zählt  und wertvoll ist, in allen seinen Eigen-Einzigarten. Der Hund zieht weiter und die Karawane bellt.

23.4.13

Nur die Liebe hat recht


  1. April 2013
Gedankensplitter für ein Theaterstück

zEUss
Troika
Chor der MitläuferInnen
mit diversen Bändern aneinander gekettet
auf diesen Bändern Werbesprüche
Der Götterbote Baumgartner
kopfüber springend
die Demokratie in Frage stellend
Die Drohnen (Hornissen)
suchen sich die Andersdenkenden
und eliminieren diese mit „Neuronenbomben“
oder programmieren sie um
Facebook schickt likes oder dont likes
die Strahlen aussenden, bis
Alle strahlen

  1. April 2013

Erfreute Leute

Erleuchteter Tag
Dennoch die Knochen schmerzen
Leben ist sterblich

Junge Radlerin
Blickt mich an wie du damals
Despina, wie du

Überall heute
Erfreute Leute, vielleicht
Weil es Frühling ist


Ausbruch der Schattenherde
aus ihren Koppeln

Die Zeit ohne Schatten ist endlich vorüber
Sie strecken sich wieder die dunklen Tiere
Die Sonne schaut endlich wieder vorbei
Und die Schatten lassen sich nieder. Auf allen Vieren
Kriechen sie über die ganze Erde
Du siehst sie überall gallopieren
In Zeitlupe, ganz ohne Eile
Wie körperlose Schattenpfeile
Die Sonne ließ sie wieder frei
Die Schattenherde

  1. April 2013
Tiefer Eindruck

Wir waren jung, wir waren unaufhaltsam
Und unausstehlich waren wir auch
Wir waren Feuer und wir waren Kohle
Und werden bald zu Asche und zu Rauch
Doch eines ist gewiss, das Feuer brennt
Auch ohne uns und neue Blüten trägt
Der alte Strauch

Etwas, ich kanns nicht beschreiben

Knospen treiben, Vögel singen
Blauer Himmel, Wolkenfetzen
Etwas atmet in den Dingen
Etwas, das wird ewig bleiben
Ewig Tod und Leben bringen
Wird uns heilen und verletzen
Etwas, ich kanns nicht beschreiben
Nur in blasse Worte setzen

Etwas ist in den Augen der Menschen
Das ist seltsam tief und verbunden
Es grünt und gelbt und blaut
Die Welt wechselt die Haut
Etwas heilt alle Wunden


Frühlingsreport
in Haiku-Form

Die Vögel haben
Das Zwitschern noch nicht verlernt
Die Zweige blühen

Sonne auf der Haut
Farbfeuerwerk im Auge
Schwäne im Wasser

In der Kuchelau
Nackt in der Sonne lieg ich
Und denke an dich

Im Wasser war ich
Noch nicht, das ist mir zu kalt
Aber die Seele

Wahre Anmaßung

Nichts soll mir gehören
Nichts
Außer das Nichts

  1. April 2013
Nach langem Winter
Weißrosa Blüten fallen
Im kurzen Frühlingl

Auch in der U-Bahn
Sagte mir ein Kollege:
Konfettiblüten

  1. April 2013
Nur die Liebe hat recht
Bei der I-Dance-Company und Peter Turrini in Krems

In den goldenen Netzen der Poesie
Zappeln die Traumfische
Wie Raumschiffe
Aus einer anderen Galaxie
Blühen Lächeln auf Gesichtern
Werden zu leuchtenden Lichtern
Und die Herzen schlagen offen
Stellen und lösen alle Fragen
Mit staunendem Hoffen
Wackelnde Anmut, schlurfende Grazie
Tanzen Würde ohne Bürde, grauenvoll, echt, wahr
Und Räume entstehen wo „Krank“ und „Gesund“
Sich gemeinsam verpflanzen zu Bäumen und Wesen
Aus einem Geschlecht, Hand in Hand, Mund an Mund
Haar an Haar, wunderbar. Und der Mensch kann genesen
Und die Welt wird gerecht. Und die Liebe hat recht.
Nur die Liebe hat recht

  1. April 2013
Verbünden, nicht binden
(für die Paartherapie)

Mit gebundenen Flügeln
Kann man nur fallen
Bestenfalls flattern
Nicht fliegen
Also
Gemeinsam, frei
Und ungebunden
Sich zum Fliegen
Verbünden

4.4.13

Endlich Frühling ist


Wenn...

Wenn ich genagelt bin an meine Zeit, an meinen Ort
Wie nagelt man Wolken fest und den Wind?

Wenn ich eingemauert bin in den Alltag der Gewohnheiten
Wie sperrt man den Schatten ein und den Sonnenstrahl

Wenn ich begraben bin in der Erde
Wie begräbt man die Sehnsucht und den Traum

Wenn ich gebunden bin mit den Fesseln der Liebe
Wie fesselt man die Freiheit der Seele
Wie unterbindet man ihren Flügelschlag

  1. Februar 2013

Durchpflüge die Nacht
Sääe die Schlaflosigkeit
Dresche das Traumfeld


Trauriger Morgen

Stephane Hessel ist gestorben. Der junge 95jährige, im herannahenden Frühling, in Paris, im Jahr 2013, 68 Jahre nach der Befreiung vom Faschismus. Was für ein leuchtendes Beispiel eines erfüllten Lebens, das auch nach dem Tod nicht endet, weil es sich einschrieb in den jungen Atem der Zeit, ihre Probleme offen aussprechend und über den Gartenzaun des eigenen, endlichen Lebens hinaus zu entwerfen, zu planen, zu träumen wagte. Und nicht nur zu träumen.
Aufzurütteln, mit leiser, sanfter Stimme, auf den oft unbequemen Punkt zu kommen – genießt das Leben, schöpft aus dem Vollen, weidet euch aneinander und an der unendlich schönen und reichen Welt, aber vergesst nicht die die leiden, empört euch gegen die Ungerechtigkeit, fühlt das Unakzeptable, das uns umgibt, gleich wo auf diesem winzigen Erdball; und empört euch nicht nur, handelt – nach euren Möglichkeiten, nach euren Kräften, ihr könnt es – erhebt euch aus den Betten der Leichtigkeiten, aus dem Sumpf der Plattheiten und den seichten Vergnügungen und sucht das tiefe, freie Wasser, den weiten, klaren Himmel, die andere, schöne Seele nebenan und ergreift Partei für das Leben und die Liebe gegen den Tod, gegen alle Todbringer, die ohne Rücksichten die Schätze der Erde, die für alle da sind, plündern und unsere Lebensgrundlagen vernichten durch Ausbeutung, Raubbau, Krieg, Mord, nur aus kurzsichtiger, von Panik genährter Macht- und Raffgier.
Stephane Hessel, du bist jung gegangen in den aufbrechenden Frühling der freien Menschheit und du wirst da sein, einer der zahlreichen stillen, doch mahnenden Helden der Befreiung, wenn andere, neue Menschen einst die Früchte der Empörung ernten und in Freiheit freudig genießen.


Haiku

Kind an Vaters Hand
Zum Frühlingskindergarten
Blitzstrahl der Liebe


Märzkälte

Vögel in Kälte
Zwitschern. Die rote Katze
Sucht Mäuse im Schnee


Wo ist Frühling?

Kalter, grauer Winterschleier
Liegt über der Frühlingsstadt
Allen geht das auf die Eier
Alle haben es schon satt
Wann findet endlich Frühling statt?

Sinnlos ist das Stadtgetriebe
Ringsumher nur falscher Schein
Schneematsch, keine Spur von Liebe
Kann hier Leben nützlich sein
Kann den Liebe hier gedeihen?

Und dazu noch dieser graue
Kalte, alte Wintermief
Frust und Frost wohin ich schaue
Wo ist Frühling – er verschlief
Liegt im Bett zu Haus der Schlaue
Und lacht über uns sich schief


Märzweh, Herzschnee

Märzschnee und Herzweh
Passen reimlich zusammen
Das muss nicht so sein

Schnee weh das Märzherz
In Aprilsonnenblüten
Und Regen so warm

Dass es sich öffnet
Dem wärmenden Sonnenstrahl
Und Winter vergisst


3. April 2013

Lass es uns im Schneetreiben treiben

Der Winter will nicht enden
Und alle Tiere leiden
Der Mensch ist auch ein Tier
Das lässt sich nicht vermeiden

Die Sonne ist ein Stück
Vertrocknete Zitrone
Kalt ist es auf der Erde
Die ich bewohne

Die Vögel fallen vom Himmel
Ihnen tut nichts mehr weh
Gefrorene Schreie zerspringen
Lautlos im Schnee

Behagen will sich nicht einstellen
Eine Brücke führt von Winter zu Winter
Sie führt über den Fluss Nichts
Da will ich nicht drübergehen

Zum Glück sind wir Tiere auch
Wenn uns die Gedanken nicht wärmen
Zünden wir einen Funken an
Und reiben Bauch an Bauch

Ewig kann es so nicht bleiben
Der Frühling jungt und das Gras
Wir zerbrechen das Glas
Und zwitschern vor Liebe

Der Schnee soll uns den Buckel runterrutschen
Die Kälte soll uns in die Knochen steigen
Wir besteigen feuriggoldene Kutschen
Und verschwinden im Du
Machen uns breit
Ungeachtet des Wetters und der Jahreszeit

  1. April 2013

Endlich Frühling ist

Die Freude überlistet
den Sprung im Gemäuer
oder in den Himmel

Der Efeu drängt
wie Engelflügel
in die Sonnenstrahlen

Wolkengebälk
zerflattert
und die Vögel
wissen nichts mehr
als zu singen

Die Singvögel
gackern richtiggehend
vor Freude

Und die Menschen
trennen sich
in Liebespaare
und die anderen

1.3.13

Frühlingsgefühl


  1. Februar 2013
Frühlingsgefühl

Eine Symphonie von Licht ertönt in meinem Herzen
Der Himmel zündet Milliarden Kerzen gegen den Winter an
Der Schnee schmilzt vor sich hin, der Himmel brennt in Blau
Und Vogelstimmen scherzen und alles jubiliert, mit frohem Sinn

Der Schritt wird leichter und die Vögel singen
Die Luft liebkost mich und die Sonne neckt
Was grad noch schwer schien, jetzt wird es gelingen
Der Frühling kommt, Winter hat sich versteckt

Ist reingekrochen in die nasse Erde
In Kieselsteine, schwarz, am Straßenrand
Die Knospen blinzeln, alles schreit: ich werde!
Die ganze Welt liegt offen auf der Hand

Mittagskonzert von Krähen, Amseln, Meisen
Die Welt gefällt sich neu im Sonnenkleid
Der Frühling kommt, die Seele will verreisen
Zu unbekannten Küsten ohne Tod und Leid

20.2.13

Gedichte im Winterausklang


Drei Haikus im Winterfrühling

  1. Jänner 2013

Unentschlossen, stets
verhaucht zwischen den Zeilen
der Liebe Atem

Vom Dach der Seele
Räume den Schnee von Gestern
Der Frühling kommt bald.

Goldfassade glänzt
Stadtmenschen lächeln im Staub
Wintersonnengold

  1. Jänner 2013

Eigenartige Wetterlage

Da hat der Sommer
Schon ein Stückchen Himmel
Mit seinem sorgenlosen Blau bemalt
Der letzte Jännertag, ein lauer Sturm treibt Wolken
Durch den Himmel und blutgetränkte Wattewolken vor sich her
Und plötzlich hat der Süden sich in diesem Tag sein Nest gebaut
Der liegt mit einem Mal mitten am Mittelmeer
Und Döbling fährt aus seiner Haut
Das mag ich sehr

Das Rot der Hagebutten blinzelt aus dem Grün
Palmkätzchen nicken sachte von den Zweigen
Und nicht zu übersehen ist das Bemühen
Von Allem sich in neuem Licht zu zeigen
Was eben noch gestorben war beginnt zu blühen
Und Frühlingslachen klingt im Winterschweigen

Und wie zum Gruß und zur Bestätigung
Erscheint fast auf dem Fuß ein Dachs, nimmt Witterung
Und quert bedächtig morgenstill die Straße, die der Fuchs sonst quert
Seltsamer Tag, seltsame Straße, auf der statt Autos oder Füchsen heute ein Dachs verkehrt

  1. Februar 2013

Schlager“

Möwen an der Donau
Und etwas Sonne im Februar
Machen den Tag weniger grau
Als er vorher war

Kähne schleppen Kohlen
Mühen sich gegen den Fluss
Ich möchte mir von Dir holen
Lächeln und einen Kuss

Rostig am Ufer die Bäume
Träumen ein Frühlingslied
Hoffe dass ich nicht versäume
Wohin es mich so stark zieht

Zieht mich an allen Gliedern
In alle Richtungen fort
Würde so gerne erwidern
Gerne wäre ich dort

Weiß nicht wo dort ist
Wie komme ich dort hin
Suche in einer Wortlist
Einen verborgenen Sinn

Möwen an der Donau
Und etwas Sonne im Februar
Machen den Tag weniger grau
Als er vorher war

  1. März 2013
Raben am Morgen
In graukalter Dämmerung
Mein Herz fliegt mit euch


Meine ganz eigene Melodie

In dieser weiten, wogenden Welt der Worte
Ist da ein Platz für mich, für einen meiner Sorte
Ist da ein Stern am Himmel oder eine Wolke
Der für mich da ist, ganz für mich allein
Und dieser Neumond da, der wie ein Mund lacht
In der Nacht, so weiß wie Molke, könnte dieser Mond
Wirklich für mich erstanden sein?
Ist diese Nacht aus schwarzem, blauen Leinen
Mein Baldachin über dem Liebesbett
Oder ein Taschentuch damit ich besser weinen kann
Wenn meine letzte Stund am End geschlagen hätt?
Ich fühle mich schweben, mitten hier im Leben
In Kälte und im Neonlicht der Stadt
Kein Knochen tut mir weh, ich fülle nicht Grab noch Gräben
Und glaube noch zu fliegen wenn ich gehe...
Mein Herz schlägt wild und mild und singt, hörst du es singen
Ich führe was im Schild, ich weiß nicht was, noch wie
Doch muss ich sie zu Ende bringen, meine seltsame
Naive, tiefe, ganz eigene Melodie.

  1. Februar 2013
Bescheidener Wunsch
Nach dem Antifa Konzert „Comedia Mundi Social Club“

Wenn nur der Februar schon zu Ende wäre. Die Kälte und die bleierne Schwere der lichtarmen Tage. Der graue Himmel. Wenn nur diese unsichere Leere wieder gefüllt wäre von Tierstimmen, vornehmlich von Vogelgezwitscher, von aus der Erde hervorbrechenden Gräsern und Blumen, von diesem unbeschreiblichen Duft wiederkehrenden Lebens, modrig, süß, belebend, und von den kitzelnden Sonnenstrahlen, die alle Feuer des Lebens entzünden mit ihren springenden, kribbelnden Funken.
Wie ich den März herbeisehne, wenn auch in uns wieder die Zellen erwachen aus ihrem Winterschlaf, das Blut wieder beschwingter fließt, die Sehnen, Bänder, Muskeln sich wohliger dehnen, spannen, entspannen und die Lungen sich freudiger füllen mit duftender Luft, das Herz schlägt mit frischflockigen Flügeln und der Drang nach Weite und Meer wieder zunimmt und die Sehnsucht nach unbedingter Liebe und unbändiger Zärtlichkeit, nach Umarmungen, nach Paarung, wo sich Überschwang einstellt und die Lust zu spielen, nackt zu laufen unter der Sonne im Wind, barfuß auf den Steinen, entlang des Flusses. Wie ein Kind. Wo wir wieder aus der Haut fahren wollen und mitfliegen mit den Wolken zu unbekannten Horizonten.
Ach, ich wünschte so sehr, dass es nicht mehr Februar wäre und dass die Toten leben. Ein bescheidener und doch unbeschreiblich großer Wunsch, der mit Sicherheit in Erfüllung geht.

21.1.13

20 Jahre Lichtermeer


Veteranentreffen mag ich nicht. Die Zeit vergeht, wir werden älter, neue Zeiten kommen. Die alte Sehnsucht bleibt. Die Sehnsucht nach einer anderen Politik. Ohne Politiker. Einer Politik, die alle was angeht und an der sich alle beteiligen, BürgerInnen, Menschen der globalen Polis, der Stadt, des Raumes ohne Grenzen, die den gesamten Planeten überzieht, in der Kultur und Natur versöhnt sind, die auf gesellschaftlichen Frieden und nachhaltiger Wirtschaft gründet und die einen neuen Zoon Politikon hervorbringt, den politischen, pluralistisch gebildeten, demokratisch gesinnten Menschen mit demokratischem Weltparlament, demokratischer Weltregierung, Mernschenrechtsverfassung, demokratischer Weltlegislative und Exekutive.

In dieser Vision schrumpeln die gegenwärtigen nationalistischen und nationalstaatlich ausgerichteten Politiken auf die Zwergengröße ihrer (partei)politischen RepräsentantInnen und auch die heute pseudodemokratisch zur Abstimmung gebrachte Wahl zwischen Skylla (Berufsheer) und Charybdis (Wehrpflicht) wird als Themenverfehlung erkenntlich, da ja die eigentliche Frage vielmehr lautet: beherzte Politik oder Krieg als Lösung lokaler oder globaler Konflikte.

Wir haben vor zwanzig Jahren eindrucksvoll, über Partei- und Konfessionsgrenzen hinweg, ein vielstimmiges und doch einstmmiges Nein zum ersten Volksbegehren in Österreich gesagt, das gegen Menschen gerichtet war und damit en passent den Heldenplatz zum „Platz der Mitmenschen“ umfunktionierend, quasi die bösen Geister der faschistischen Vergangenheit dieses Platzes ausgetrieben. Dieser Moment wird mir und vielen anderen unvergesslich bleiben und er ist aus den Herzen derer, die daran beteiligt waren, nicht mehr auszulöschen. Die meisten davon leben heute noch, haben sich in ihren Bereichen immer wieder für Mitmenschlichkeit engagiert und werden das, und neue Generationen werden dazugekommen sein, bei gegebenem Anlass, auch Morgen wieder tun, davon bin ich überzeugt und daraus schöpfe ich auch heute noch meine Kaft und Zuversicht. Das Establishment sollte sich daher heute keinesfalls in Sicherheit wiegen, keine einzige Menschenrechtsschweinerei, kein einziges Verbrechen gegen Menschenwürde und Menschlichkeit ist vergessen. Emanzipationsbewegungen haben einen langen Atem und ein langes Gedächtnis und gegen sie ist auf Dauer kein Kraut und kein Unkraut gewachsen.

Die nicht zu kaschierende, strukturelle Systemkrise, des derzeit allein herrschenden globalen kapitalistischen Systems, das ohne nennenswertes organisiertes Gegengewicht auf Ausbeutung, Kinderarbeit, Kindersoldaten, Umweltzerstörung, wirtschaftlichen Raubbau, Kriege, Hunger, Massensterben aufgebaut ist und auch bereits im Herzen der hochzivilisierten Welt Millionen, vor allem jugendlicher Arbeitsloser produziert und dessen Maschinerie deutlich ins Ruckeln gekommen ist, hat einen nicht zu unterschätzenden Gegner gegen den sie überall mit allen Mitteln aufrüstet und zu Felde zieht: den bewussten, gebildeten, global denkenden und fühlenden, vernetzt handelnden Mitmenschen, der sich einbettet in ein Netz Gleichgesinnter, das man meinetwegen die globale Zivilgesellschaft nennen mag. Wenn in Tunesien die Jasminrervolution erblüht und (mit Rückschlägen) den gesamten Mittelmeerraum erfasst, zittern die Machthaber von Peking über Moskau bis zur Wallstreet und am Ballhausplatz mit Recht.

Die Machthaber der alten Welt und des untergehenden Systems sollen in uns einen friedlichen Todfreund haben, - Menschen, die sich nicht mitreißen lassen wollen in deren vorhersehbaren Sturz vom Olymp des Wachstumswahns, den sie demnächst zusammen mit ihren Dynosaurier-Ölkonzernen, ihren Ratingagent-Huren, ihren kurzsichtigen militärischen Komplexen, Berufsidiotenarmeen, Korruptionsregierungen und Politikern unternehmen.

In den Zentren der derzeitigen Macht sitzen an allen erdenklichen Schaltstellen Mitmenschen, die, wenn die Situation es erfordert und für alle sichtbar SOS Signale aussendet, genauso grenzüberschreitend reagieren werden wie die 300.000 damals am 23. Jänner 1993. Sie werden alle verfügbaren Lichter in die Hand nehmen und die Dunkelheit vertreiben.